Grundstellung und Umkehrungen · Dreiklänge · Musiktheorie
Über die Stellung eines Akkords entscheidet sein tiefster Ton, der Bass. Mit dem Grundton im Bass steht er in Grundstellung, mit der Terz in erster…
Grundstellung und Umkehrungen
Über die Stellung eines Akkords entscheidet sein tiefster Ton, der Bass. Mit dem Grundton im Bass steht er in Grundstellung, mit der Terz in erster Umkehrung, mit der Quinte in zweiter Umkehrung.
Die Bezifferung nennt die Intervalle über dem Bass. Die Grundstellung hat keine Ziffer (es wäre 5/3), die erste Umkehrung wird mit 6 beziffert (I⁶), die zweite mit 6/4 (I⁶₄).
Was sich beim Umkehren ändert
Die erste Umkehrung macht den Akkord leichter: Er behält seine Funktion mit einem beweglicheren Bass und erlaubt schrittweise Basslinien. Die zweite Umkehrung ist etwas anderes: Sie hat eine Quarte über dem Bass und gilt deshalb als instabil; sie erscheint nur in ganz bestimmten Verwendungen: kadenzierend, als Durchgang und als Wechsel.
Am wichtigsten ist die kadenzierende. Nach Piston wirkt der Tonika-Quartsextakkord vor V als doppelter Vorhalt über dem Grundton der Dominante: C und E fallen über einem unbewegten Bass nach H und D. Obwohl er die Töne der I hat, ist seine Funktion also die der Dominante.