Melodisch Moll · Die Molltonleitern · Musiktheorie
Um diese übermäßige Sekunde in Melodien zu vermeiden, erhöht melodisch Moll aufwärts auch die VI: Fis und Gis in a-Moll. Abwärts muss der Leitton nicht…
Melodisch Moll
Um diese übermäßige Sekunde in Melodien zu vermeiden, erhöht melodisch Moll aufwärts auch die VI: Fis und Gis in a-Moll. Abwärts muss der Leitton nicht mehr steigen, und die Tonleiter kehrt zur natürlichen Form zurück.
Das ist die traditionelle Form, die in Prüfungen verlangt wird. Im Jazz wird die aufsteigende Form auch in beide Richtungen verwendet.
Die melodische Form in der Praxis
Die Regel, aufwärts so und abwärts anders zu gehen, ist eine didaktische Vereinfachung. Wirklich entscheidend ist der Weg der Melodie: Die VI steigt, wenn sie zum Leitton strebt, und die VII fällt, wenn sie sich von der Tonika entfernt. Deshalb können je nach Phrasenrichtung erhöhte Töne abwärts oder natürliche aufwärts vorkommen.
Diese Töne verändern auch die Akkorde: Mit erhöhter VI wird die IV in Moll zum Durakkord und die II zum Mollakkord. In a-Moll erscheinen D–Fis–A und H–D–Fis ganz natürlich in einer melodischen Passage.