Enharmonik · Vorzeichen · Musiktheorie
Zwei Töne sind enharmonisch, wenn sie gleich klingen und verschieden geschrieben werden: Dis und Es, Eis und F, His und C. Am Klavier ist es dieselbe…
Enharmonik
Zwei Töne sind enharmonisch, wenn sie gleich klingen und verschieden geschrieben werden: Dis und Es, Eis und F, His und C. Am Klavier ist es dieselbe Taste, aber nicht derselbe Ton.
Den Namen bestimmt die Musik, nicht der Klang: das gebildete Intervall, die Tonart und wohin der Ton geht. C–Dis ist eine übermäßige Sekunde und C–Es eine kleine Terz; deshalb schreibt und prüft diese Website immer die geschriebene Note, und His3 behält seine Oktave, auch wenn es wie C4 klingt.
Warum sie gleich klingen können
Die Enharmonik ist ein Kind der Stimmung. Stimmt man zwölf reine Quinten hintereinander, kommt man nicht genau zum Ausgangston zurück: Ein kleiner Rest bleibt, etwa 23 Cent, das pythagoreische Komma. In solchen Stimmungen waren Dis und Es zwei leicht verschiedene Töne.
Verteilt man diesen Unterschied auf alle Töne, fallen die beiden zusammen. Singstimmen und Streicher können sie noch unterschiedlich färben und intonieren einen Leitton oft etwas höher als den enharmonischen Ton, der zum Fallen neigt.