Septakkorde · Musiktheorie
Der Dominantseptakkord, seine Auflösung und Umkehrungen sowie der Leitton- und der verminderte Septakkord.
Was ein Septakkord ist
Setzt man auf einen Dreiklang eine weitere Terz, entsteht ein vierstimmiger Akkord: Grundton, Terz, Quinte und Septime. Weil die Septime eine Dissonanz ist, klingen diese Akkorde gespannt und verlangen eine Auflösung.
Der wichtigste steht auf der V. Stufe, der Dominantseptakkord: in C-Dur G–H–D–F.
Man benennt sie nach ihrem Dreiklang und der Art ihrer Septime, vom Grundton aus gemessen: G–H–D–F ist ein Durdreiklang mit kleiner Septime. Diese beiden Angaben bestimmen ihn.
Von der Verzierung zum Akkord
Die Septime begann als Verzierungston: eine durchgehende Dissonanz über einem Dreiklang, die zum nächsten drängte. Mit der Zeit gewöhnte sich das Ohr daran, und sie galt schließlich als Teil des Akkords.
Der Dominantseptakkord wurde als Erster regelmäßig verwendet. Die anderen Septimen wurden weiter als vorzubereitende und aufzulösende Dissonanzen behandelt, bis das 19. Jahrhundert und mehr noch der Jazz sie sehr frei einsetzten.